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	<title>k u n s t        u n ( d )         s i n n &#187; Kommentar</title>
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	<description>&#34;Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit.&#34;                                                   (Ludwig Hevesi, Wahlspruch der Wiener Secession)</description>
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		<title>Kommentar: Berlin verschnarcht Turrell Museum</title>
		<link>http://www.kunstundsinn.de/?p=269</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 08:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laila</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Dimitri Hegemann]]></category>
		<category><![CDATA[James Turrell]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst im Wasserwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Das stillgelegte Wasserwerk Riemeisterfenn an der Krummen Lanke wäre ein idealer Ort für außergewöhnliche Kunstinstallationen. Dietmar-Maria Hegemann, Mitbegründer des Techno-Clubs Tresor und Kulturunternehmer, will hier ein Museum mit Werken des Lichtkünstlers James Turrell einrichten. Der Amerikaner wäre damit erstmalig in Berlin zu sehen. Wieder: wäre. Turrell ist einer der wichtigsten Protagonisten der kalifornischen „Light and [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_270" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/06/TurrellJ0601_web_L.jpg"><img class="size-medium wp-image-270" title="TurrellJ0601_web_L" src="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/06/TurrellJ0601_web_L-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">James Turrel, Ganzfeld-Installation</p></div>
<p>Das stillgelegte Wasserwerk Riemeisterfenn an der Krummen Lanke wäre ein idealer Ort für außergewöhnliche Kunstinstallationen.</p>
<p>Dietmar-Maria Hegemann, Mitbegründer des Techno-Clubs Tresor und Kulturunternehmer, will hier ein Museum mit Werken des Lichtkünstlers James Turrell einrichten. Der Amerikaner wäre damit erstmalig in Berlin zu sehen. Wieder: wäre.<span id="more-269"></span></p>
<p>Turrell ist einer der wichtigsten Protagonisten der kalifornischen „Light and Space“ Bewegung, die seit den 1960er Jahren Licht als künstlerisches Medium erfahrbar macht. Turrells Arbeiten sind in Kunstsammlungen weltweit vertreten, etwa im Guggenheim und im MoMa in New York sowie dem Museum of Contemporary Art in Los Angeles.</p>
<p>Das privat finanzierte Museum im Wasserwerk wäre ein Vorbildprojekt für Berlin. Nochmal: wäre – denn das Vorhaben wird gerade von der Berliner Bürokratie zermahlen.</p>
<p>Eigentlich hat Hegemann ein glückliches Händchen für die Transformation ungewöhnlicher Räume. So verwandelte er im vergangenen Jahr das ehemalige Heizkraftwerk an der Köpenicker Straße in den Kunstraum Trafo.</p>
<p>Bereits vor acht Jahren schloss er einen Pachtvertrag mit den Berliner Wasserbetrieben, um das Wasserwerk im Grunewald mit einem Architektenbüro umzugestalten.</p>
<p>Nachdem Hegemann im oberirdischen Teil des Gebäudes das Ausflugslokal „Ostermann“ eröffnet hat, begann er davon zu träumen, auch die unterirdisch verborgenen, technischen Räume des Wasserwerks mit einer Lichtinstallation zu bespielen.</p>
<p>Die industriegeschichtliche Architektur reizte auch den Kunstmäzen Dieter Rosenkranz, der schon die Temporäre Kunsthalle mit seiner Stiftung Zukunft Berlin gefördert hat. Rosenkranz lud Turrells amerikanischen Galeristen Bill Griffin ein.</p>
<p>Danach geht alles ganz schnell. Turrell reist nach Berlin und entwickelt einen „Skyspace“ für den Pumpenraum sowie eine „Ganzfeld“-Installation, die den kappellenartigen Raum des Reinwasserbehälters in blaues Licht taucht.</p>
<p>Dieter Rosenkranz ersteht das Werk 2008 für eine halbe Million Euro. Auch der Züricher Turrell-Sammler und Galerist Wolfgang Häusler stellt dem Museum zusätzlich mehr als ein Dutzend Frühwerke des Künstlers als Leihgabe in Aussicht.</p>
<p>Hegemann hat zu diesem Zeitpunkt viele Unterstützer, auch in der Politik. Kultursenator André Schmitz gratuliert Hegemann, „das Land Berlin halte das Vorhaben für ein wünschenswertes und bedeutendes Projekt der zeitgenössischen Kunst in Berlin“.</p>
<p>Doch Hegemann hat die Rechnung ohne die Bürokraten gemacht.</p>
<p>Im Frühjahr 2009 schreitet die Wasserschutzbehörde ein. Die Nutzung der unterirdischen Räume und die geplanten Umbauten werden untersagt. Das Trinkwasser könne gefährdet werden, heißt es zur Begründung. Darin beruft sich die Behörde auf ein Gesetz der Alliierten aus dem Jahre 1946 zur hygienischen Überwachung der Berliner Wasserwerke.</p>
<p>Dabei ist das Wasserwerk seit Jahren außer Betrieb. Egal, sagt die Behörde, denn ein auf dem weitläufigen Gelände liegender Brunnen soll 2016 eventuell wieder aktiviert werden. Wenn dann Museumsbesucher über das Gelände trampeln, könnten sie das Trinkwasser verschmutzen.</p>
<p>Hegemann kann darüber nur den Kopf schütteln. Schließlich würde es im Kunst-Wasserwerk mit der kontemplativen Arbeit von Turrell nicht wie auf einem Jahrmarkt zugehen. Geplant sind limitierte Führungen mit Anmeldung, wie in Christian Boros Kunstbunker.</p>
<p>Auf mehreren Treffen mit Vertretern der Wasserschutzbehörde hat Hegemann eine zeitlich begrenzte Nutzung des Wasserwerks für die nächsten fünf Jahre vorgeschlagen, doch die Fronten bleiben verhärtet. Ein hilfesuchender Brief Hegemanns an den erst so begeisterten Kultursenator Schmitz und Bürgermeister Klaus Wowereit blieb bis heute ohne Antwort.</p>
<p>Am 23. Juni will Hegemann das Projekt, in das er nach eigenen Angaben bereits 300.000 Euro gesteckt hat, um 17 Uhr im Rathhaus Zehlendorf öffentlich vorstellen.</p>
<p>Bis Ende des Sommers muss eine Lösung gefunden werden. Sonst will Hegemann die teure Miete des Wasserwerks aufgeben und das Turrell-Projekt begraben. Dann hätte Berlin die einmalige Chance auf ein Museum dieses außergewöhnlichen Künstlers verschnarcht.</p>
<p><strong>Laila Niklaus (TIP</strong><strong> Heft 14/2011)</strong></p>
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		<title>Kommentar: Sommerausstellung Based in Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 09:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laila</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach heftigen Diskussionen in der Kunstszene, Boykottaufrufen und einem offenen Brief an Bürgermeister Wowereit ist die staatliche Kunstförderungsschau „Based in Berlin“ zu einem guten Ergebnis gelangt. Das liegt auch daran, wie die Kuratoren fünf der wichtigsten Berliner Kulturinstitutionen in die Sommerausstellung einbeziehen. Herausragend ist sie dennoch nicht, die 80 Mann starke Künstlerparade. Es gibt wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_256" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/06/Based-in-Berlin_Atelierhaus-Monbijou-Dach.jpg"><img class="size-medium wp-image-256" title="Based in Berlin_Atelierhaus Monbijou Dach" src="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/06/Based-in-Berlin_Atelierhaus-Monbijou-Dach-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Atelierhaus Monbijou</p></div>
<p>Nach heftigen Diskussionen in der Kunstszene, Boykottaufrufen und  einem offenen Brief an Bürgermeister Wowereit ist die staatliche  Kunstförderungsschau „Based in Berlin“ zu einem guten Ergebnis gelangt.</p>
<p>Das liegt auch daran, wie die Kuratoren fünf der wichtigsten Berliner Kulturinstitutionen in die Sommerausstellung einbeziehen.<span id="more-255"></span></p>
<div id="attachment_257" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/06/Based-in-Berlin_Mariechen-Danz_Atelierhaus-Monbijou.jpg"><img class="size-medium wp-image-257" title="Based in Berlin_Mariechen Danz_Atelierhaus Monbijou" src="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/06/Based-in-Berlin_Mariechen-Danz_Atelierhaus-Monbijou-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Mariechen Danz, Atelierhaus Monbijou</p></div>
<p>Herausragend  ist sie dennoch nicht, die 80 Mann starke Künstlerparade. Es gibt wenig  Überraschungen oder Neues. Auch die Frage nach dem Sinn einer Berliner  Kunsthalle bleibt offen, wird doch ausgerechnet der  Hauptausstellungsort, das Atelierhaus am Monbijouplatz, im Herbst  eingerissen.</p>
<div id="attachment_258" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/06/Based-in-Berlin_Atelierhaus-Monbijou.jpg"><img class="size-medium wp-image-258" title="Based in Berlin_Atelierhaus Monbijou" src="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/06/Based-in-Berlin_Atelierhaus-Monbijou-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Atelierhaus Monbijoou</p></div>
<p>Das temporäre Hochblubbern junger Kunst aus Berlin  könnte dennoch zur Methode werden. Immerhin bekommen die Künstler  enormen Raum und Aufmerksamkeit, was manche klug für sich nutzen werden.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Laila Niklaus (TIP, Heft 14/2011 )</strong></p>
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		<title>Kommentar: Berliner Kunstmesse art forum setzt 2011 aus!</title>
		<link>http://www.kunstundsinn.de/?p=213</link>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2011 12:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laila</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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		<category><![CDATA[Art Forum]]></category>
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		<category><![CDATA[Messe Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Verbaselt &#8211; Ein Kommentar über das Ende des art forum Die Kunstmesse art forum machte Ende Mai einen heimlichen Abgang von der Berliner Kunstmarkt- Bühne. Ohne große Fanfare verkündete die Messeleitung den Rückzug aus dem Kunstmessegeschäft schlicht im Schlußsatz ihrer nüchternen Pressemitteilung. Auf der Homepage lief währenddessen der Ticker weiter: Noch 135 Tage bis zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;"><a href="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/05/LID114710FID168515_wa.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-216" title="art forum Berlin" src="http://www.kunstundsinn.de/blog/upload/2011/05/LID114710FID168515_wa-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a></h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Verbaselt &#8211; Ein Kommentar über das Ende des art forum</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Kunstmesse art forum machte Ende Mai einen heimlichen Abgang von der Berliner Kunstmarkt- Bühne.</p>
<p style="text-align: justify;">Ohne große Fanfare verkündete die Messeleitung den Rückzug aus dem Kunstmessegeschäft schlicht im Schlußsatz ihrer nüchternen Pressemitteilung. Auf der Homepage lief währenddessen der Ticker weiter: Noch 135 Tage bis zum nächsten art forum.<span id="more-213"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wären da nicht die großen Zukunftspläne und vollmundigen Versprechen der neuen Leitung aus Basel gewesen, hätte sich vielleicht wirklich niemand über das Ende einer höchstens mittelmäßig erfolgreichen Kunstmesse gewundert.<br />
Die Schweizer Peter Vetsch und Eva-Maria Häusler kamen vor zwei Jahren von der erfolgreichen internationalen Kunstmesse, der Art Basel, nach Berlin um dem 1996 gegründeten art forum zu internationalem Format zu verhelfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sammler mit dicken Geldbörsen wollten sie nach Berlin locken und die Messe wieder attraktiv für die hiesigen Galerie-Schwergewichte machen, die das art forum in den letzten Jahren geschnitten hatten und ihre Kohle lieber auf internationalem Parkett verdienten.<br />
Der neue „clean chic“ der Messearchitektur sollte ein bisschen Glanz nach Berlin bringen und das VIP-Verwöhnprogramm ein bisschen Größe.<br />
Natürlich war halb Berlin pünktlich zum Champagner-Empfang da. Aber hinter vorgehaltener Hand wurde über das art forum als ungeliebte Messe getuschelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht passt das klassische Messe-Format wirklich nicht zu einer Stadt, die wie Berlin lieber arm aber sexy ist und sich mit dem Ruf der unangepassten Kunstmetropole vermarktet.<br />
Dennoch. Ist es nicht eine verpasste Chance, eine funktionierende, wenn auch nicht supercoole, Messe abzusägen? In Kunstkreisen geht reihum ein müdes Schulterzucken. Es gibt andere Pläne für Kunstmessen in Berlin und andere Interessengruppen.</p>
<p style="text-align: justify;">Schaut man zurück konkurrierte in den vergangenen Jahren keine der Satellitenmessen, ob Berliner Liste oder Preview, so sehr mit dem art forum, wie die abc (art berlin contemporary). Von den gleichen Prestige-Galerien ins Leben gerufen (u.a. Neugerriemschneider), die auch das „Gallery Weekend“ im Frühjahr organisieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Statt Messehallenarchitektur mit teuren Verkaufsständen bietet die abc dem verwöhnten Publikum eine Kunstschauatmosphäre. Das art forum reagierte darauf und ging im vergangenen Jahr mit der abc eine Partnerschaft ein. In diesem Jahr wollten die beiden Kunstmessen fusionieren, wobei das art forum in den Szenekiez Mitte ausgelagert werden sollte. Doch Ende Mai wurden die Verhandlungen abgebrochen, heißt es in der Pressemitteilung.</p>
<p style="text-align: justify;">Wollte das art forum nicht genug auf die Forderungen der abc-Macher eingehen? Oder wollten die fünf Platzhirsche von der abc das art forum einfach schlucken? Platzte der Messeleitung der Kragen? Man hört nicht viel. Aber einiges weist darauf hin. Etwa der resignierte Abgang durch die Hintertür von Peter Vetsch im April.</p>
<p style="text-align: justify;">Unter dem verwaisten Verhandlungstisch liegt nun das abgelegte art forum. Doch eins ist klar: eine neue Berliner Kunstmesse nach klassischem Format wird es vielleicht nie wieder geben. Ob das gut oder schlecht für Berlin sein könnte, ist ein Thema das diskutiert werden sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Laila Niklaus</strong></p>
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